§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge zwischen Wortmann-Software (nachfolgend „Anbieter") und Unternehmen (nachfolgend „Kunde") über die Nutzung der Software Fieldservice24 (nachfolgend „Software" oder „Dienst").
Fieldservice24 richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Eine Nutzung durch Verbraucher im Sinne des § 13 BGB ist nicht vorgesehen.
Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter hat ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
§ 2 Leistungsbeschreibung
Fieldservice24 ist eine Software-as-a-Service (SaaS)-Lösung zur Verwaltung von Außendiensteinsätzen. Der Dienst umfasst insbesondere:
- Terminverwaltung und Kalenderansicht für Außendienstmitarbeiter
- Kundenverwaltung mit Ansprechpartnern und Adressdaten
- Arbeitszeiterfassung (Arbeitsbeginn, Arbeitsende, Korrekturen)
- Routenplanung und Kartenanzeige
- Bildverwaltung für Termine und Kunden
- Teamverwaltung und Benutzerverwaltung innerhalb eines Unternehmens
- Support-Funktion (Fehlermeldungen)
Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang des Dienstes im Rahmen des technischen Fortschritts weiterzuentwickeln, zu ändern oder einzelne Funktionen einzustellen, sofern dies dem Kunden zumutbar ist und der Kernleistungsumfang erhalten bleibt.
§ 3 Vertragsschluss & Registrierung
Der Vertrag kommt durch Registrierung des Kunden in der App und Bestätigung durch den Anbieter oder durch eine gesonderte schriftliche Vereinbarung zustande.
Die Registrierung und erste Nutzung der Software ist für einen Zeitraum von 30 Tagen kostenlos möglich (Testphase). Nach Ablauf der Testphase ist die Nutzung kostenpflichtig und setzt den Erwerb einer oder mehrerer Lizenzen voraus.
Der Kunde ist verantwortlich dafür, dass die bei der Registrierung angegebenen Daten vollständig und wahrheitsgemäß sind. Änderungen sind unverzüglich mitzuteilen.
Pro Unternehmen wird ein Administrator-Account eingerichtet. Der Administrator ist berechtigt, weitere Benutzer (Lizenzen) anzulegen und zu verwalten.
§ 4 Nutzungsrechte
Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertragsverhältnisses ein nicht-ausschließliches, nicht übertragbares Recht zur Nutzung der Software im Rahmen dieser AGB ein.
Die Nutzung ist auf die vertraglich vereinbarte Anzahl gleichzeitig aktiver Nutzerkonten (Lizenzen) beschränkt.
Dem Kunden ist es untersagt:
- Die Software zu vervielfältigen, zu verbreiten oder öffentlich zugänglich zu machen
- Den Quellcode zu dekompilieren, zu disassemblieren oder auf andere Weise zurückzuentwickeln
- Dritte zu berechtigen, die Software zu nutzen, es sei denn als eigene Mitarbeiter im Rahmen des Lizenzumfangs
- Die Software für rechtswidrige Zwecke zu verwenden
§ 5 Pflichten des Kunden
Der Kunde verpflichtet sich:
- Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und nicht an unbefugte Dritte weiterzugeben
- Den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn der Verdacht besteht, dass Zugangsdaten in unbefugte Hände gelangt sind
- Inhalte, die gegen geltendes Recht verstoßen oder Rechte Dritter verletzen, nicht in die Software einzustellen
- Keine automatisierten Abfragen oder Skripte einzusetzen, die die Infrastruktur des Anbieters übermäßig belasten
- Die datenschutzrechtlichen Anforderungen im eigenen Verantwortungsbereich (gegenüber eigenen Mitarbeitern und Kunden) einzuhalten
Der Kunde ist für alle Handlungen verantwortlich, die über seinen Account oder die von ihm angelegten Benutzerkonten vorgenommen werden.
§ 6 Vergütung & Zahlungsbedingungen
Die Vergütung richtet sich nach der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Preisliste des Anbieters. Preise verstehen sich netto zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer.
Lizenzmodell
Die Lizenzgebühr wird je nach Vereinbarung monatlich oder jährlich im Voraus in Rechnung gestellt. Sie richtet sich nach der Anzahl aktiver Nutzerlizenzen.
Zahlungsbedingungen
- Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zu begleichen
- Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Software zu sperren
- Es gelten die gesetzlichen Verzugszinsen gemäß § 288 BGB
Preisanpassungen
Der Anbieter ist berechtigt, Preise mit einer Ankündigungsfrist von sechs Wochen zum Beginn eines neuen Abrechnungszeitraums anzupassen. Stimmt der Kunde der Preisanpassung nicht zu, ist er berechtigt, das Vertragsverhältnis zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Preisanpassung zu kündigen.
§ 7 Verfügbarkeit & Wartung
Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit des Dienstes von 99 % im Monatsmittel an, gemessen am Kalendermonat. Hiervon ausgenommen sind:
- Geplante Wartungsarbeiten, die nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten (Mo–Fr, 8–18 Uhr) durchgeführt werden
- Ausfälle, die durch Drittanbieter (insbesondere Google Firebase, Cloudinary) verursacht werden
- Höhere Gewalt (Naturkatastrophen, Cyberangriffe, behördliche Anordnungen)
Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst vorübergehend einzuschränken, wenn dies aus Sicherheitsgründen oder zur Wahrung der Systemintegrität erforderlich ist. Der Kunde wird über geplante Wartungsarbeiten nach Möglichkeit im Voraus informiert.
§ 8 Datenschutz & Datensicherheit
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten gemäß der Datenschutzerklärung und den Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
Soweit der Kunde im Rahmen der Nutzung der Software personenbezogene Daten seiner Mitarbeiter oder eigener Kunden verarbeitet, ist er selbst Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO. Der Anbieter ist in diesem Verhältnis Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO. Ein gesonderter Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) wird auf Anfrage bereitgestellt und ist bei Bedarf abzuschließen.
Der Kunde ist dafür verantwortlich, seine Mitarbeiter und etwaige betroffene Personen in geeigneter Weise über die Datenverarbeitung im Rahmen von Fieldservice24 zu informieren.
§ 9 Haftung
Haftungsumfang des Anbieters
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, maximal jedoch auf den Betrag der vom Kunden in den letzten 12 Monaten geleisteten Vergütung.
Datenverlust
Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Datenverluste, die auf Fehler oder Ausfälle der eingesetzten Drittanbieter (Google Firebase, Cloudinary) zurückzuführen sind. Dem Kunden wird empfohlen, regelmäßige Datensicherungen vorzunehmen, soweit dies im Rahmen des Dienstes möglich ist.
Haftung des Kunden
Der Kunde haftet gegenüber dem Anbieter für alle Schäden, die durch eine vertragswidrige Nutzung des Dienstes oder durch die von ihm angelegten Nutzer verursacht werden.
§ 10 Laufzeit & Kündigung
Das Vertragsverhältnis beginnt mit der Freischaltung des Accounts und läuft für die vereinbarte Lizenzlaufzeit (monatlich oder jährlich). Es verlängert sich automatisch um denselben Zeitraum, wenn es nicht fristgerecht gekündigt wird.
Ordentliche Kündigung
Die Kündigungsfrist beträgt 4 Wochen zum Ende der jeweiligen Lizenzperiode. Die Kündigung muss in Textform (E-Mail genügt) erfolgen.
Außerordentliche Kündigung
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn:
- Der Kunde trotz Mahnung mit mehr als einer Monatsgebühr in Zahlungsverzug ist
- Der Kunde gegen diese AGB verstößt und den Verstoß nicht innerhalb einer gesetzten Frist abstellt
Folgen der Kündigung
Nach Beendigung des Vertragsverhältnisses wird der Zugang gesperrt. Der Anbieter bewahrt die Daten des Kunden für einen Übergangszeitraum von 30 Tagen auf, innerhalb dessen der Kunde einen Datenexport anfordern kann. Danach werden die Daten unwiderruflich gelöscht.
§ 11 Änderungen der AGB
Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von sechs Wochen zu ändern. Die geänderten AGB werden dem Kunden in Textform (E-Mail) mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf dieses Widerspruchsrecht und die Folgen des Schweigens wird der Anbieter in seiner Mitteilung gesondert hinweisen.
Bei fristgerechtem Widerspruch ist der Anbieter berechtigt, das Vertragsverhältnis zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen zu kündigen.
§ 12 Schlussbestimmungen
Anwendbares Recht
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
Gerichtsstand
Für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters ausschließlicher Gerichtsstand.
Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Schriftform
Nebenabreden, Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses.